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Das Herz

Das menschliche Herz ist bei einem gesunden Erwachsenen ein etwa 300 - 350 Gramm schwerer, faustgrosser Hohlmuskel mit der Aufgabe, Blut durch den Körper zu pumpen (in Ruhe ca. 4.5 bis 5 Liter Blut pro Minute, entsprechend 60 bis 80 Herzschlägen). Bei durchschnittlicher körperlicher Belastung ergibt dies eine tägliche Pumpleistung von gegen 7'500 Liter. In 70 Jahren drei Milliarden Mal und befördert dabei bis zu 250 Millionen Liter Blut.

Wer keine Zeit für seine Gesundheit hat, wird später viel Zeit für seine Krankheiten brauchen.
Sebastian Kneipp (1821 - 1897), deutscher Naturheilkundler und katholischer Theologe

Was sind Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen?

Als wichtigste Faktoren gelten Nikotin, Bluthochdruck, Übergewicht, Diabetes mellitus, Hypercholesterinämie, körperliche Inaktivität, Stress.

Berechnen Sie hier ihr Herz-Kreislaufrisiko

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Herz-Kreislauferkrankungen

Die häufigsten Herzkrankheiten sind Angina Pectoris und Herzinfarkt. Grundsätzlich handelt es sich dabei um die gleiche Erkrankung, nämlich eine Einengung der Arterien, welche den Herzmuskel mit Blut versorgen. Während bei der Angina Pectoris die Durchblutungsstörung vorübergehend ist, stirbt bei einem Herzinfarkt ein Teil der Herzmuskel wegen definitivem Verschluss der zuführenden Herzkranzarterien ab. Dies kann zu einer eingeschränkten Pumpfunktion führen. Eine frühe Abklärung und Behandlung kann deshalb viel zu einer guten Prognose beitragen.

Als Hypertonie wird ein chronisch erhöhter Blutdruck bezeichnet (≥ 140 systolisch und/oder ≥ 90 diastolisch). Der Zustand verursacht in der Regel keine akuten Beschwerden, stellt aber ein Risiko für Organschäden und Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie einen Herzinfarkt und einen Schlaganfall dar. Bei bis zu 90% der Fälle lässt sich keine genaue Ursache feststellen, es sind jedoch einige Faktoren bekannt, welche zur Entstehung beitragen. Eine Hypertonie kann sich auch als Folge einer Erkrankung oder der Einnahme von Medikamenten ausbilden. Zur Behandlung werden neben nicht-medikamentösen Massnahmen in zweiter Linie blutdrucksenkende Mittel (Antihypertonika) eingesetzt.

Bei der Herzinsuffizienz handelt sich um eine häufige Folge vieler verschiedener Herzerkrankungen. Es ist eine Funktionsstörung des Herzmuskels (Myokardinsuffizienz), wobei das Herz nicht mehr in der Lage ist seine volle Pumpleistung zu bringen. Das Gewebe wird nicht mehr ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt. Die Durchblutung der Organe ist gefährdet und es kann zum  Kreislaufversagen kommen. Ist der Herzmuskel so stark geschwächt, dass er das Blut nicht mehr ausreichend stark oder ausreichend schnell durch die Blutgefässe pumpen kann, kommt es zu einem Blutstau.

Viele Patienten leiden an Rhythmusstörungen. Diese sind in der Mehrheit der Fälle gutartig. Trotzdem sind sie oft unangenehm. Abklärungen über Notwendigkeit und Möglichkeiten von Behandlungen sind deshalb notwendig. In besonderen Fällen arbeiten wir, wie bei anderen Herzkrankheiten, mit entsprechenden Spezialisten zusammen.